Ratgeber · Anzucht und Microgreens · Stand 05.10.2026
Anzucht auf der Fensterbank: Zeitpunkt, Licht und torffreie Substrate
Die meisten Gemüse- und Blumenarten werden ab Februar bis April auf der Fensterbank vorgezogen, wärmeliebende wie Paprika und Chili früher, schnell wachsende wie Kürbis und Zucchini später. Entscheidend sind viel Licht, gleichmäßige Wärme und ein lockeres, nährstoffarmes Substrat. Kokos-Quelltabletten und Anzuchttöpfe aus Kokos machen die Anzucht torffrei und ohne Kunststoff.
Von der Redaktion der ProFlora GmbH, Duisburg

Warum vorziehen?
Viele Gemüsearten brauchen eine lange Wachstumszeit oder vertragen keinen Frost. Wer sie auf der Fensterbank vorzieht, gewinnt Wochen und setzt kräftige Jungpflanzen nach den letzten Frösten ins Beet. Dazu kommt: Selbst gezogene Jungpflanzen sind günstiger, und die Sortenauswahl ist größer.
Wann was ausgesät wird
Als grobe Orientierung: Paprika, Chili und Auberginen ab Ende Januar bis März, weil sie lange brauchen. Tomaten ab Mitte März bis Anfang April. Kohl, Salat und Lauch ab Februar bis April. Gurken, Kürbis und Zucchini erst ab Mitte April, weil sie schnell wachsen. Sommerblumen je nach Art ab Februar. Die genauen Angaben stehen auf der Saatgutpackung. Ausgepflanzt werden wärmeliebende Arten nach den Eisheiligen Mitte Mai.
Licht: der häufigste Engpass
Im Februar und März ist das Tageslicht auch am Südfenster knapp. Keimlinge strecken sich dann zum Licht, werden lang, dünn und blass, man spricht von Vergeilen. Abhilfe: den hellsten Platz wählen, nicht zu früh aussäen, nach dem Keimen etwas kühler stellen und gegebenenfalls eine Pflanzenleuchte nutzen.
Wärme und Feuchtigkeit
Die meisten Gemüsesamen keimen bei etwa 18 bis 25 Grad, Paprika und Chili brauchen eher die obere Grenze. Ein Minigewächshaus mit Haube hält die Feuchtigkeit. Nach dem Keimen wird regelmäßig gelüftet und die Haube schrittweise abgenommen, sonst drohen Schimmel und Trauermücken.
Das richtige Substrat
Anzuchterde ist fein, locker und nährstoffarm. Samen bringen die Nährstoffe für die ersten Tage selbst mit, zu viel Salz würde die Keimung bremsen. Kokossubstrat erfüllt diese Anforderungen und ist torffrei. Laut Herstellerangabe ist ProFlora-Kokoserde für die Anzucht ungedüngt. Quelltabletten aus Kokos sind die sauberste Form: aufquellen, säen, mit Ballen umsetzen.
Pikieren und Umsetzen
Wurden mehrere Samen in eine Schale gesät, werden die Keimlinge nach den ersten echten Blättern vereinzelt, also pikiert. Wer in Quelltabletten oder einzelne Anzuchttöpfe aus Kokos sät, spart sich diesen Schritt. Der Ballen wird später samt Topf in einen größeren Topf oder ins Beet gesetzt. Ab jetzt wird leicht gedüngt.
Abhärten vor dem Auspflanzen
Jungpflanzen von der Fensterbank sind Sonne und Wind nicht gewohnt. Etwa ein bis zwei Wochen vor dem Auspflanzen werden sie tagsüber nach draußen gestellt, zunächst schattig und windgeschützt, und abends wieder hereingeholt. So vermeiden Sie Sonnenbrand auf den Blättern.
Für den Handel
Die Anzuchtsaison ist für Gartencenter und Baumärkte der erste Umsatzschub des Jahres. Quelltabletten, Anzuchttöpfe, Minigewächshäuser und Startersets aus Kokos verkaufen sich gemeinsam mit Saatgut. ProFlora liefert die Anzucht-Produkte und Startersets an den Handel.
Für die Frühjahrsaktion im Handel: Quelltabletten, Anzuchttöpfe, Pflanztöpfe und Startersets aus Kokosfaser liefert ProFlora an Gartencenter, Baumärkte und Gärtnereien. Die Saison beginnt im Frühjahr, die Planung deutlich früher. Fragen Sie jetzt Formate und Muster an.
Anzucht-Sortiment anfragenLieber sprechen? 0203 712 99 715. Für den eigenen Garten: im Shop kokosfaser.de


