Kokoserde oder Torf? Ein ehrlicher Vergleich
Kokoserde gilt als wichtigster Torfersatz. Sie hat klare Stärken, aber auch Grenzen. Hier steht beides, mit Quellen.
Von der Redaktion der ProFlora GmbH · Stand 03.10.2026

Warum überhaupt Torfersatz?
Torf wird aus Mooren abgebaut. Entwässerte Moore setzen große Mengen Kohlendioxid frei. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat deshalb 2022 eine Torfminderungsstrategie vorgestellt: Der Hobbygartenbau soll bis 2026 torffrei werden, der Erwerbsgartenbau bis 2030 weitgehend ohne Torf auskommen. Die Strategie setzt auf Freiwilligkeit.
Was Kokos besser kann
Kokosfasern lassen sich nach vollständigem Austrocknen wieder benetzen. Torf nimmt ausgetrocknet nur schwer wieder Wasser auf.
Kokossubstrat ist frei von Unkrautsamen und hat eine hohe Luftkapazität. Das fördert die Durchwurzelung.
Kokos ist ein Nebenprodukt der Kokosnussernte. Dafür wird keine zusätzliche Fläche angebaut und kein Moor entwässert.
Wo Kokos Grenzen hat
Kokossubstrat hält etwas weniger Wasser als Torf. In der Praxis heißt das: öfter, aber sparsamer gießen oder Kokos mit anderen Ausgangsstoffen mischen.
Die Fasern kommen aus Südasien. Transport und Aufbereitung, bei der das Material mit Wasser gewaschen wird, gehören zur ehrlichen Bilanz dazu. Gepresste Formate wie Ziegel und Blöcke sparen dabei viel Transportvolumen.
Was das für Handel und Gartenbau heißt
Wer torffreie Erden und Anzuchtprodukte im Sortiment braucht, kommt an Kokos kaum vorbei. Gepresste Kokosziegel, Kokosblöcke und Quelltabletten sind lagerfreundlich und für Endkunden leicht zu verstehen. Lose Kokoserde und Spezialsubstrate eignen sich für Gärtnereien und als Mischkomponente.
ProFlora liefert diese Formate seit über 20 Jahren an Handel und Gartenbau. Fragen Sie uns nach Formaten, Mengen und Mustern.



