Ratgeber · Für Einkauf und Sortiment · Stand 05.10.2026
Sortiment auf torffrei umstellen: Leitfaden für Gartencenter und Baumärkte
Ein torffreies Sortiment entsteht in fünf Schritten: Bestand prüfen, für jede torfhaltige Erde eine torffreie Alternative festlegen, Formate nach Kundengruppen wählen, Beratung und Platzierung vorbereiten und die Frühjahrsware früh mit Mustern testen. Naturfaser-Produkte aus Kokos sind dabei der einfachste Einstieg, weil sie ohne Erklärung als torffrei verstanden werden.
Von der Redaktion der ProFlora GmbH, Duisburg

Ausgangslage
Die Torfminderungsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums sieht torffreie Erden im Hobbybereich bis 2026 vor. Laut Zahlen des Industrieverbands Garten, veröffentlicht von der FNR, lag der Torfanteil in Blumenerden 2022 noch bei 43 Prozent. Für Händler heißt das: Viele Regale sind noch nicht umgestellt, und die Erwartung der Kundschaft steigt. Das Umweltbundesamt rät Verbraucherinnen und Verbrauchern ausdrücklich, nur torffreie Erde zu kaufen.
Schritt 1: Bestand prüfen
Welche Erden, Substrate und Anzuchtprodukte führen Sie heute, und wie hoch ist jeweils der Torfanteil? Oft verstecken sich Torfanteile in Spezialerden für Rhododendren, Kakteen oder Anzucht, in Torftöpfen und in Quelltabletten auf Torfbasis. Eine einfache Liste mit Artikel, Torfanteil und Umsatz zeigt, wo die größten Hebel liegen.
Schritt 2: Alternativen festlegen
Für jede torfhaltige Position wird eine torffreie Alternative bestimmt. Bei Universalerden ist das meist eine torffreie Mischung eines Erdenherstellers. Bei Anzucht und Spezialsubstraten sind Kokosprodukte oft die direkte Lösung: Kokos-Quelltabletten statt Torf-Quelltabletten, Kokos-Anzuchttöpfe statt Torftöpfen, Kokoschips statt torfhaltiger Orchideenerde, lose Kokoserde und Kokosziegel als torffreie Anzucht- und Pflanzerde.
Schritt 3: Formate nach Kundengruppe
Stadtkundschaft mit Balkon und Zimmerpflanzen kauft lieber leichte, kleine Formate: Kokosziegel, Quelltabletten, kleine Beutel. Gartenbesitzer mit Hochbeet brauchen Volumen im Sack. Terrarianer suchen Bodengrund und Rückwände. Gepresste Kokosformate haben im Laden einen Zusatznutzen: Sie brauchen wenig Regalfläche und Lager je Liter Erde.
Schritt 4: Platzierung und Beratung
Torffreie Produkte gehören an den Anfang der Erdenwelt, nicht in die unterste Reihe. Eine klare Beschilderung mit „100 % torffrei“ hilft. Wichtiger noch ist die Beratung zum Gießen und Düngen, denn torffreie Erden verhalten sich anders. Kurze Hinweise wie „Fingerprobe vor dem Gießen“ und „Kokoserde ist ungedüngt“ verhindern Enttäuschungen und Reklamationen. Ergänzende Naturfaser-Artikel wie Mulchscheiben, Kokosmatten und Bindungen eignen sich als Zweitplatzierung.
Schritt 5: Zeitplan
Die Gartensaison beginnt im Februar und März mit Anzucht und Aussaat. Die Ordern für die Frühjahrsware fallen deutlich früher. Muster sollten deshalb im Herbst und frühen Winter geprüft werden, damit Formate, Verpackungseinheiten und Liefertermine rechtzeitig stehen. Herbstware wie Winterschutzmatten wird entsprechend im Frühsommer geplant.
Eigenmarke oder Herstellermarke?
Für größere Händler kann eine torffreie Eigenmarke sinnvoll sein. Kokosprodukte lassen sich gut in Eigenmarken-Sortimente integrieren, weil Format, Verpackung und Menge flexibel abgestimmt werden können. Ob und in welcher Form das möglich ist, klären wir im Gespräch.
So unterstützt ProFlora
ProFlora liefert seit 1999 Naturfaser-Produkte aus Kokos, Hanf und Jute an Gartencenter, Baumärkte, Zoofachhandel, Gärtnereien und Eigenmarken in Deutschland und Österreich. Wir beraten bei der Auswahl, schicken Muster und klären die Logistik. ProFlora-Produkte sind unter anderem bei OBI gelistet.
Für Einkäufer: ProFlora liefert ein torffreies Naturfaser-Sortiment aus sechs Bereichen an Gartencenter, Baumärkte, Zoofachhandel, Gärtnereien und Eigenmarken. Wir beraten bei der Auswahl, schicken Muster und klären die Logistik.
Händleranfrage stellenLieber sprechen? 0203 712 99 715. Für den eigenen Garten: im Shop kokosfaser.de


