Ratgeber · Terraristik, Aquaristik und Kleintiere · Stand 05.10.2026
Terrarium einrichten mit Kokos: Bodengrund, Rückwand, Feuchtigkeit
Für ein Feuchtterrarium wird Kokos-Bodengrund aufgequollen, auf eine Drainageschicht gefüllt und mit Rückwänden aus Kokosfaser kombiniert. Kokos speichert Feuchtigkeit und gibt sie langsam wieder ab, lässt sich gut graben und bietet Pflanzen und Tieren Halt. Schichthöhe und Feuchte richten sich nach der gehaltenen Art.
Von der Redaktion der ProFlora GmbH, Duisburg

Für welche Terrarien Kokos passt
Kokos eignet sich für feuchte und halbfeuchte Terrarien, etwa für Pfeilgiftfrösche und andere Amphibien, tropische Geckos, Schlangen aus Regenwaldgebieten, Vogelspinnen und Skorpione aus feuchten Lebensräumen, Asseln, Tausendfüßer und Insekten. Für Wüstenterrarien mit sehr trockener Luft werden eher Sand und Lehm verwendet. Welche Bedingungen passen, hängt immer von der Art ab.
Bodengrund vorbereiten
Gepresster Kokos-Bodengrund wird mit Wasser aufgequollen. Laut Shopangaben ergibt der Bodengrund-Ziegel fein mit rund 650 Gramm mit etwa 3 Litern Wasser rund 8 Liter Bodengrund, der Mini-Ziegel rund 2 Liter. Lauwarmes Wasser beschleunigt das Quellen. Danach gut auflockern und überschüssiges Wasser auspressen. Der Bodengrund soll feucht sein, aber nicht tropfen. Laut Herstellerangabe ist er frei von Düngemitteln, Pestiziden und Unkrautsamen.
Schichtaufbau
Ganz unten liegt eine Drainageschicht aus Blähton oder Lavagranulat, die überschüssiges Wasser aufnimmt, darüber ein Trennvlies, damit der Bodengrund nicht in die Drainage rieselt. Darauf kommt der Kokos-Bodengrund. Für grabende Tiere wird er entsprechend hoch eingefüllt. Kokoschips mit 10 bis 15 Millimetern Körnung können als lockere Deckschicht oder zur Mischung dienen.
Rückwände aus Kokosfaser
Rückwände aus gepresster, mit Naturkautschuk gebundener Kokosfaser werden mit Aquariensilikon an der Rückscheibe befestigt. Sie vergrößern die nutzbare Fläche, Tiere klettern daran, und Pflanzen wurzeln in der Faser. Laut Shopangaben schützt die Naturkautschuk-Behandlung vor schnellem Ausfasern. ProFlora führt Rückwände von 30 × 30 bis 100 × 50 Zentimetern, auch mit Pflanztaschen und Huskschnitzeln, sowie biegsame Lianen und Äste mit Kokosummantelung.
Feuchtigkeit halten
Kokos-Bodengrund erhöht laut Shopangaben die Luftfeuchtigkeit im Terrarium. Sie wird durch regelmäßiges Sprühen oder eine Beregnungsanlage gehalten. Ein Hygrometer zeigt, ob der Wert stimmt. Wichtig ist Luftaustausch über Lüftungsflächen, sonst kann es zu Schimmel kommen.
Pflege und Wechsel
Kot und Futterreste werden laufend entfernt. In bioaktiven Terrarien übernehmen Bodenbewohner wie Springschwänze und Asseln einen Teil der Reinigung. Ansonsten wird der Bodengrund je nach Besatz in Abständen von einigen Monaten ganz oder teilweise erneuert.
Pflanzen im Kokos-Terrarium
In feuchten Terrarien werden häufig Bromelien, Farne, kleine Ficus-Arten, Moose und Kletterpflanzen eingesetzt. Sie wurzeln im Bodengrund oder direkt in den Pflanztaschen und der Faser der Rückwand. Kokos speichert die Feuchtigkeit, die diese Pflanzen brauchen. Die Pflanzen wiederum verbessern das Klima im Terrarium und bieten den Tieren Verstecke.
Für den Zoofachhandel
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